Montag, 20. Mai 2019
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Die Initiative dazu ging von Garlef Kalberlah von der Maibaumgemeinschaft aus: „Mir war beim abendlichen Spaziergang mit dem Hund aufgefallen, dass schon wieder eine Lücke mehr im Baumbestand klaffte – ein Ahorn war gefällt worden", erzählte Kalberlah, der als Förster arbeitet. Für Ersatz wollte er über die Maibaumgemeinschaft sorgen. „Allerdings mit einer Eiche. Die wächst hier viel besser als ein Ahorn", sagte Kalberlah.

 Ein Anruf beim Bürgermeister Detlef Tanke genügte, um die Pflanzaktion anzuschieben: „Mir war sofort klar, dass wir es auf keinen Fall bei einem Baum belassen können", räumte Tanke ein.

 „Da wir Wert darauf legen, dass sich die Bürger an unsere Baumschutzsatzung halten, haben wir als Gemeinde natürlich eine gewisse Vorbildfunktion", erklärte Tanke.

Da war noch Luft nach oben

 Der Bürgermeister holte fürs Aufforsten auf dem Festplatz den Kulturverein als Hauptnutzer sowie die dem Naturschutz verbundenen Jagdgenossen und Angelsportler mit an Bord. Das wären mit Maibaumgesellschaft und Gemeinde dann schon mal fünf Eichen gewesen. Aber da war noch Luft nach oben. Und so stiegen Schützen, Feuerwehr, TSV, DRK, Chor und Partnerschaftskomitee auch noch mit ein. „Alle waren bereit, 50 Euro pro Baum beizusteuern", sagte Tanke.

Forstpflanzen eingekauft

Letztlich kam es weitaus günstiger, denn Kalberlah gelang es, Forstpflanzen einzukaufen. „Die haben 75 Euro gekostet, die wir als Gemeinde komplett übernehmen", sagte Tanke.

Beim Pflanzen halfen jetzt drei bis fünf Mitglieder jedes Vereins. „Das Loch muss größer sein als der Wurzelballen. Und ganz wichtig: Was später grün sein soll, gehört nach oben", gab Kalberlah den Helfern Tipps. Die Freiwillige Feuerwehr goss die frisch gepflanzten Bäume schließlich noch.

Quelle: Aller-Zeitung Gifhorn